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Der Ambivalenzcharakter der Literaturverfilmung

Mit einer Beispielanalyse von Theodor Fontanes Roman 'Effi Briest' und dessen Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder

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Gaby Schachtschabel

Grundlage einer neuen vorurteilsfreien Bestimmung des Verhältnisses von Literatur und Literaturverfilmung ist, dass die filmische Adaption nicht länger nur untergeordnet als visualisierte Interpretation ihrer literarischen Vorlage betrachtet wird, sondern dass ihr gleichzeitig Geltung als eigenständiger ästhetischer Werktext zukommt. Der dieser Ambivalenz inhärente Gleichstellungsgedanke muss auch im methodischen Zugriff einer vergleichenden Analyse seinen Niederschlag finden: Die Ermittlung und der Vergleich der jeweiligen Steuerung möglicher Objekt- und Sinnbildungen, dieser zentralen Leistung eines eigenständigen ästhetischen Textes, werden als ein Weg gesehen, den Doppelcharakter der Literaturverfilmung genauer zu bestimmen.
Aus dem Inhalt: U.a. Semiotische Aspekte der Untersuchung - Die Steuerung rezeptiver Aktivitäten, insbesondere der Objektbildung, durch medienspezifische Zeichentypen - Die Steuerung sinnbildender Rezeptionsaktivitäten durch die Perspektivträgergestaltung in den Beispieltexten von Fontane und Fassbinder - Die Rolle der Bezugssysteme für die Ambivalenz der Literaturverfilmung.