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Argumentation und Manipulation in SPIEGEL-Gesprächen

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Heidi Grünewald

Die kommunikativen Rahmenbedingungen der SPIEGEL-Gespräche, die zwingende Unterscheidung in authentischen und modifizierten Interviewtext sowie die Beschreibung der Textpräsentation und -modifikation machen deutlich, dass die an der Sprechakttheorie orientierten Analysekategorien - überzeugen, überreden, behaupten usw. - zur Erfassung argumentativer bzw. manipulativer Sprachhandlungen unzureichend sind. - Die Unterscheidung in argumentative Oberflächen- bzw. Tiefenstruktur ermöglicht jedoch, Evaluierungen, Strategiensysteme, aber auch «persuasive Spielereien» linguistisch zu fassen, sowohl scheinbare als auch echte Opponentenhaltungen in Behauptungssituationen aufzuzeigen und den «kritischen Effekt» des SPIEGEL auch in der freundschaftlichen Reizrede zu erklären.
Aus dem Inhalt: U.a. Äussere Konstellation und Textmodifikation der SPIEGEL-Gespräche als Teil des Manipulationspotentials - Der Beziehungsaspekt und strategische Konzepte - Argumentatives Verlaufsmodell - Behauptungshandlungen im SPIEGEL-Gespräch.