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Das Muttertrauma in der griechischen Mythologie

Eine psychologische Interpretation der Theogonia von Hesiod

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Ewald Rumpf

Der Übergang vom Matriarchat ins Patriarchat schlägt sich in den Mythen nieder: alte, ja uralte Muttergottheiten verlieren an Bedeutung, neue Göttinnen entstehen, und männliche Götter erobern in allen Kulturen die Vorherrschaft. In der Theogonie des Hesiod (6. Jahrh.v.Chr.) kommt die zunehmende Abwertung des Weiblichen und die Aufwertung des Männlichen besonders treffend zum Ausdruck. Die hier vorgetragene psychologische Interpretation belegt die These, dass die Abwertung des Weibes ein Reflex der individuellen Enttäuschung an der Mutter ist, und dass dieses Muttertrauma kulturell zu einem konstitutiven Faktor geworden ist, der eine Evolution des Bewusstseins der ganzen Menschheit brachte.
Aus dem Inhalt: Das Muttertrauma als Bedingung für ein emanzipiertes Bewusstsein - Die Verleugnung der Mutter-Kind-Beziehung - Die Emanzipation des patriarchalen Bewusstseins.