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Eltern-Kind-Beziehungen in der griechischen Mythologie

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Ewald Rumpf

Viele der in der griechischen Mythologie aufgezeigten Eltern-Kind-Beziehungen können in den Rang eines psychischen Komplexes gehoben werden, wie z.B. der Niobekomplex, der jene Mütter kennzeichnet, die im Kinderreichtum die Erfüllung ihres Daseins erblicken, oder der Kronoskomplex, bei dem die Entmachtungsängste der Väter die Entwicklung der Kinder beeinträchtigt. Weitere charakteristische Eltern-Kind-Konfigurationen sind die von Demeter und Kore, Tantalos und Pelops, Helios und Phaeton, Oinomaos und Hippodameia, Klytaimnestra und Elektra, Cinyras und Myrrha, Jokaste und Ödipus, Zeus und Ganymed, um einige der in der Abhandlung erörterten zu nennen. Ferner sind dem Inzest, der Knabenliebe und dem Kinderopfer eingehende Betrachtungen gewidmet.
Aus dem Inhalt: Die Frau, die ganz in ihrem Geschäft des Mutterseins aufgeht, erfährt eine Regression in matriarchalisches Bewusstsein. Wenn sie, wie im Konfliktfalle üblich, vom Vater des Kindes nichts mehr wissen will, empfindet sie das Kind als ihr Produkt unter Ignorierung der Beteiligung des Mannes an der Zeugung.