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Die realitätsbezogene Konstruktion des Entwicklungsromans bei Gottfried Keller

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Rosemarie Adamczyk

Die Autorin legt eine umfassende Untersuchung zu Gottfried Kellers Roman «Der grüne Heinrich» - zweite Fassung - vor. Mittels analytischer Untersuchungen von vielfältigen Erzählelementen einerseits und aufgrund von deren Vergleichung mit soziologischen, psychologischen, politologischen und philosophischen Positionen andererseits, beleuchtet die Autorin Kellers Erzählverfahren, das sich als an der Realität des 19. Jahrhunderts orientiertes ausweist. Neben der Schilderung der Konstruktion der Romanwelt gewinnt die Frage nach Heinrichs Entwicklung und dessen Handlungsfähigkeit in seiner Umwelt die grösste Bedeutung. Aufgrund der obigen Untersuchungsergebnisse ist es dann im dritten Teil möglich geworden, die gattungsmässige Zuordnung schlüssig vorzunehmen. Insgesamt bringt die Arbeit Kellers Wirkungsabsicht, Reflexionsvermögen und daraus folgende Handlungsfähigkeit unter persönlicher und gesellschaftlicher Sicht zu fördern, klar an die Oberfläche. Es tritt dabei die Aktualität des Romans auch für die heutige Zeit deutlich hervor.
Aus dem Inhalt: Erzählverfahren, Gestaltung der Umwelt und des Figurenpersonals - Authentizität von Gottfried Keller und seinem «grünen Heinrich» - Problematik der menschlichen Entwicklung, Mutter- bzw. Vaterbeziehungen, Liebesbeziehungen, Schule und Beruf, Religion, ökonomische Zusammenhänge, Gesellschaft im 19. Jahrhundert - Gattungszuordnung, Entwicklungsroman, Bildungsroman.