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Delinquentes Verhalten von inhaftierten Jugendlichen

Folge von gelerntem Verhalten in den Familien?

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Peter M. Merzhäuser

Die Entwicklung abweichenden Verhaltens inhaftierter Jugendlicher wird auf lerntheoretischer Grundlage (Modellernen) untersucht. Der sich abweichend verhaltende Jugendliche wird als aktiver Problemlöser verstanden, der aufgrund seiner Wahrnehmungen und Lernerfahrungen im familiären Sozialisationsfeld mangelhafte Verarbeitungsmechanismen zur Bewältigung komplexer Realitäten erworben hat. Anhand eines Fragebogens wurden inhaftierte und nichtinhaftierte Jugendliche (je 28) im Alter von 14-17 Jahren über ihre Lernerfahrungen in den Familien befragt. Ein erster Teil des Fragebogens erfragte die Wahrnehmung elterlichen Verhaltens in den Verhaltensbereichen Problemlöseverhalten, Umgang mit Zukunft und Geld und Arbeitszufriedenheit. In einem zweiten Fragebogenteil wurden die Bewältigungsstrategien der Jugendlichen selbst in diesen Verhaltensbereichen erfragt.