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Die praktische und theoretische Konstitution des Modellverfahrens

Ein Beitrag zur Frühgeschichte der neuzeitlichen Wissenschaft

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Rolf Bernzen

Das Modellverfahren als Instrument wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung hat in den letzten Jahrzehnten ständig an Bedeutung gewonnen. Die vorliegende Untersuchung versucht eine Verbindung von Modelltheorie und Methodengeschichte des Modellverfahrens. Die Entwicklung der Arbeit mit Modellen wird hierbei als realhistorischer (methodischer und methodologischer) Bewusstwerdungsprozess verstanden und im Kontext seiner historischen Entwicklung und deren theoretischer Reflexion analysiert. Als zentraler methodengeschichtlicher Zusammenhang werden hierbei die Problemlösungsarbeit mit Modellen in der italienischen Baupraxis des 14. und beginnenden 15. Jahrhunderts (am Beispiel von S. Maria del Fiore in Florenz) und die theoretische Verallgemeinerung in der Praxis entwickelter Problemlösungsstrategien mit Modellen in der Architekturtheorie der Frührenaissance untersucht.
Aus dem Inhalt: Technisch-konstruktive Problemlösungsprozesse und deren theoretische Reflexion in ihrer Bedeutung für die Methodik und Methodologie der neuzeitlichen Wissenschaft - Die Arbeit mit Modellen als Paradigma neuer Rationalitätskriterien der Realitätsverarbeitung und -gestaltung in der Renaissance und als Indikator einer neuen Form sachlich-rationaler und ökonomisch-effektiver Denkweisen in der Entstehungsphase einer neuen Epoche der Wissenschaftsentwicklung.