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Raumerfahrung im geistlichen Spiel des Mittelalters

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Thomas Kirchner

Das mittelalterliche Spiel bedeutet für die Geschichte des abendländischen Theaters einen Neubeginn. Sowenig Theater institutionell gefestigt ist, sowenig ist der theatrale Raum durch ein festes Schema eindeutiger, funktionell geschiedener Teilräume bestimmt. Aus diesem Grund wird hier die Frage nach bestimmten «Bühnenformen» für das mittelalterliche Spiel zurückgewiesen und der theatrale Raum vielmehr in den Zusammenhang räumlich-ästhetischer Erfahrung gestellt. Dabei resultiert u.a., dass der mittelalterliche theatrale Raum durch haptische Qualitäten ausgezeichnet ist, dem sich durchgängig ein bildhaft-optisches Raumerleben des neuzeitlichen Theaters gegenüberstellen lässt.
Aus dem Inhalt: U.a. Räumliche Analyse liturgischer Feiern (Adoratio, Depositio, Visitatio) - Raumqualitäten der Prozession - Bedeutungsverdichtung des Sakralraums - Adamsspiel, Antichristspiel.