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Konservativer Widerstand und soziale Bewegung

Problemverständnis und Weltauslegung von Lebensrechtsgruppen

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Wolfgang Rau

Am Vorbild populistischer Strömungen des amerikanischen Konservatismus orientiert, sind in der Bundesrepublik nach l975 zahlreiche Gruppen entstanden, die den Kampf gegen die liberalisierten Abtreibungsgesetze auf ihre Fahnen geschrieben haben. Die «Lebensrechtler», wie sie sich selbst zu nennen pflegen, sind Exponenten eines konservativen Christentums, das in der Öffentlichkeit und in den Kirchen zunehmend als «Störfaktor» zur Kenntnis genommen wird. Die «ideologische Herausforderung» dieser noch überschaubaren konservativen Bewegung wird untersucht. Ihr Kampf wird als lebensformorientiertes Engagement bestimmt, dem spezifische Verteidigungsobjekte zugrunde liegen (traditionelle christliche Familie, hippokratisches Arzttum).
Aus dem Inhalt: Soziale Bewegung als geistiges Phänomen - Lebensrechtsgruppen in der Bundesrepublik - Kernthemen der Lebensrechtsideologie (Abtreibung und «Mord», Opferethos und Pietät, Sexualisierung, Euthanasie) - K. Mannheims Begriff des Konservatismus und die Lebensrechtsideologie.