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Migräne im Kindesalter

Empirische Untersuchungen zur Leistungsmotivation und zum Interaktionsverhalten von Kindern mit chronischen Kopfschmerzen

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Michael Lykaitis

Ausgehend von einem verhaltenspsychologischen Erklärungsmodell des chronischen kindlichen Migränekopfschmerzes werden ausführlich zwei experimentelle Versuchsanordnungen dargestellt, deren Ergebnisse darüber Auskunft geben, dass insbesondere der Aspekt der Leistungsmotivation eine kritische Variable für die Manifestation dieser für das Kind und seine Eltern belastenden Erkrankung spielt. Es wird gezeigt, dass migränekranke Kinder ein unterschiedliches Leistungshandeln im Gegensatz zu anderen Kindern zum Ausdruck bringen und dass hierbei in leistungsspezifischen Anforderungssituationen für ganz bestimmte migränebelastete Familien ein charakteristisches Interaktionsverhalten beobachtet werden kann. Die Untersuchungen lassen vor allem den Einfluss des migränekranken Vaters auf die Entwicklung der Störung bei seinen Kindern deutlich werden.
Aus dem Inhalt: Dem experimentellen Teil der Arbeit stellt der Autor einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen Stand der Forschung zur Kindermigräne voran (Epidemiologie, Symptomatologie, Ätiologie und Pathophysiologie) und diskutiert am Beispiel einer Reihe auch weiterer psychosomatischer Erkrankungen verschiedene medizinisch-psychologische Entstehungsmodelle.