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Untersuchungen zur Entwicklung der plastischen Form bei Gustav Seitz

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Jens Kräubig

Das Plastische, das in diesen Untersuchungen als das Runde verstanden wird, ist nicht einziges, wohl aber zentrales Formanliegen und Ausdrucksmittel des Bildhauers Gustav Seitz (1906-69): Ausdruck des Lebens- und Kraftvollen, ist es ihm zugleich Inbegriff des Weiblichen und in einem besonderen Ausmass erotisch besetzt. Späte Werke wie die «Porta d'amore» und die «Idole» machen deutlich, dass das Runde für Seitz letztlich auch eine sakrale Dimension besitzt: es ist ihm eine Offenbarung von Vollkommenheit. Dabei wird das Runde nie völlig abgekoppelt von konkreter Naturwirklichkeit gestaltet. Vielmehr wird es dort, wo es sich in der Natur, d.h. am menschlichen Körper findet, zunehmend reiner hervorgehoben.
Aus dem Inhalt: Aristide Maillol - Adolf von Hildebrands Formtheorie - Gerüstfiguren - Das Runde in seiner archetypischen Symbolhaftigkeit - Karikatur und Erotik - Die phallische Projektion - Stofflichkeit und Fetischcharakter.