Show Less
Restricted access

Integrationismus und Afrikanismus

Zur Rolle der kirchlichen Unabhängigkeitsbewegung in der Auseinandersetzung um die Landfrage und die Bildung der Afrikaner in Südafrika, 1880-1960

Series:

Im antikolonialen Kampf der Afrikaner in Südafrika entsteht in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Spaltung in der Zielsetzung und den Methoden zwischen Eigenständigkeit und dem militärischen Widerstand einerseits (Afrikanisten) und der Teilhabe an kolonialen Strukturen und Konstitutionalismus andererseits (Integrationisten). Die Afrikanisten schlagen eine eigenständige Politik ein und leisten Widerstand gegen die europäische Überfremdung. Ihr Kampf zielt auf die Wiedergewinnung des verlorenen Landes und der politischen Selbständigkeit ab. Trotz militärischer Niederlagen geben sie die Absicht nicht auf, den bewaffneten Widerstand neu zu organisieren. Die Integrationisten dagegen versuchen,mittels der Anpassung innerhalb des kapitalistischen Systems voranzukommen. Dies wird zur treibenden Kraft der Politik.
Aus dem Inhalt: Gesellschaftliche Folgen der Entwicklung um die Missionsstationen - Entstehung und Zunahme der Siedleropposition gegen den afrikanischen Fortschritt - Äthiopische Kirchen und Landerwerb - Äthiopische Kirchen und unabhängige Schulen.