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Frank Wedekinds religiöser Sensualismus

Die Vereinigung von Kirche und Freudenhaus?

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Josephine Schröder-Zebralla

Die Religionsauffassung Frank Wedekinds ist eine zentrale Frage für jeden, der sich mit seinem Werk beschäftigt. Wedekind versuchte nicht nur entsprechend eines Heineschen Sensualismus «Kirche und Freudenhaus» zu vereinen, sondern forderte die Rehabilitation der Sinnlichkeit in der christlichen Religion. Der Einakter «Die Zensur», den die Kritik zu unrecht als blosse «Vermarktung» der eigenen Biographie verstanden hat, stellt die existenzielle Selbstreflexion des Autors hinsichtlich seines religiösen Sensualismus dar. Die anhand dieses Einakters beschriebene Position Wedekinds lässt sich in anderen wichtigen Texten aus seinem Oeuvre wiederfinden.
Aus dem Inhalt: Wedekinds «erotisches Evangelium» - Der Einakter «Die Zensur» - Die «Lulu-Tragödie» - «Karl Hetmann, der Zwergriese».