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Balzacs Contes Drôlatiques

Der junge Balzac vor dem Entstehen der Comédie Humaine- Unterhaltung als Wirkungsabsicht durch Literatur

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Eberhard Rizakowitz

Bei kritischer Durchsicht und Wertung des balzacschen Gesamtwerkes stösst der Forscher auf eine Anzahl von Jugendarbeiten, speziell die Contes Drôlatiques, die bislang weitgehend abseits detaillierter Untersuchungen gestanden haben. Die vorliegende Untersuchung versucht aufzuzeigen, welche Absichten der junge Balzac mit seinem Jugendwerk vor dem Entstehen der Comédie Humaine verfolgte. Ausgehend von der Präsentation sowie Analyse der Einzelerzählungen, erschliesst sich der Text und sein Konstruktionsprinzip als ein ausschliesslich auf Lachen und Unterhaltung abzielendes Spiel mit Erfolg versprechenden Inhalten und Formen. Dem Leser tritt der junge Balzac mit seinen sprachlichen Spielereien, seiner Vertextungsstrategie und Rhetorik als überlegener «arrangeur», als «causeur» und als «amuseur» gegenüber, der, obgleich Kritiker und Literaturtheoretiker verspottend, immer wieder selbst sich zur Literatur und ihren Wirkungen äussert.
Aus dem Inhalt: Balzac und sein Jugendwerk in der Zeit um l830 vor den grossen Werken der Comédie Humaine - Inhaltliche und formale Aspekte der Contes Drôlatiques - Die Ausformung der Autor-Leser-Beziehung, sowie Balzacs Vertextungsstrategie - Balzacs Vorstellungen von den Wirkungen unterhaltender Literatur.