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Die Wertschöpfung als Zielgrösse der regionalen Wirtschaftspolitik

Ein Beitrag zur Rationalisierung der Berlinförderung

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Ulrich Peter

Die Nettowertschöpfung ist der geeignete Zielindikator für die regionale Wachstumspolitik. Gleichwohl präferenziert die tatsächliche Berlinförderung nicht diese Grösse, sondern bedient sich regionaler Investitions- und Exportanreize. Dadurch werden effizienzmindernde Verzerrungen der Faktorinputstruktur bewirkt (hohe Kapitalintensität). Zur empirischen Abschätzung des Substitutionseffekts wird aus den Subventionswerten der Einzelinstrumente die effektive Subventionsstruktur und die theoretisch optimale Faktoreinsatzstruktur ermittelt. Mit Hilfe einer Produktionsfunktion für das verarbeitende Gewerbe in Berlin lässt sich die tatsächliche Faktoreinsatzstruktur ermitteln und dem theoretischen Optimum gegenüberstellen. Das volle Ausmass der Verzerrung ist noch nicht erreicht, doch entspricht die Richtung der Verschiebung deutlich der Erwartung. Die Umstellung des gegenwärtigen Präferenzsystems auf eine Wertschöpfungspräferenz würde den Substitutionseffekt vermeiden und hätte erhebliche, positive Wirkungen auf die Berliner Wirtschaft.
Aus dem Inhalt: Ziele und Mittel der regionalen Wirtschaftspolitik (Export-, Investitions-, Arbeitsplatz- und Wertschöpfungsförderung) - Effektiver Subventionswert der Berlinförderung - Produktionsfunktionen für das verarbeitende Gewerbe in Berlin - Hypothetische und empirische Verzerrungen der Faktoreinsatzstruktur durch die Berlinförderung - Alternativrechnungen für das verarbeitende Gewerbe in Berlin bei Umstellung des gegenwärtigen Präferenzsystems auf eine Wertschöpfungspräferenz.