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Ritterromantische Versepik im ausgehenden Mittelalter

Studien zu einer funktionsgeschichtlichen Textinterpretation der «Mörin» Hermanns von Sachsenheim sowie zu Ulrich Fuetrers «Persibein» und Maximilians I. «Teuerdank»

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Peter Strohschneider

Mit dem Begriff des «Ritterromantischen» werden gewöhnlich einige spätmittelalterliche Texte zusammengefasst, zu deren besonderen Kennzeichen die Orientierung an den literarischen und ideologischen Strukturen volkssprachiger hochhöfischer Epik gehört. Die Arbeit untersucht die besonderen Formen, in denen dieser sogenannte ritterromantische Rückgriff auf literarische Traditionen im «Mörin»-Roman Hermanns von Sachsenheim, im «Persibein» aus Ulrich Fuetrers «Buch der Abenteuer» und in Kaiser Maximilians I. «Teuerdank» jeweils ästhetisch gestaltet wurde; sie zeigt so die Vielschichtigkeit eines höfisch-aristokratischen Überlieferungskomplexes, dem bislang allzusehr das Etikett spröder Gleichförmigkeit anhaftete. Darüber hinausgehend fragt der erste Teil der Studien besonders auch nach der kommunikativen Bedeutung, die Hermanns «Mörin» für ihr ursprüngliches Publikum gehabt haben könnte.
Aus dem Inhalt: Der exklusive Reiz des Schwerverständlichen - Strukturprobleme der «Mörin» - Literarische Zitierkunst und ritterlicher Wertekanon - Fuetrers Möglichkeiten - Historisches Erzählmuster und allegorisches Deutungskonzept im «Teuerdank» - Vergegenwärtigungen von Vergangenem.