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Der Erwerb der deutschen Tempusflexion bei thailändischen Erwachsenen

Eine empirische Untersuchung zu Fragen des gesteuerten Fremdspracherwerbs

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Pornsan Tmangraksat-Watananguhn

«Morgen zu dieser Zeit (habe ich die habe ich) bin ich spazierengegangen fertig.»
«While while es regnet, habe ich ferngesehen.»
Diese Äusserungen sind Teile von Gesprächen mit thailändischen Studenten, die Deutsch lernen. Zunächst fällt die unterschiedliche Art und Weise auf, mit der die Lerner Zeitrelationen im Deutschen kennzeichnen. Damit soll angedeutet sein, dass die Lernersprache nur teilweise durch die traditionelle Grammatik beschrieben werden kann. Die von den Studenten benutzten Zeitformen sind nicht immer mit der Bedeutung der Adverbien bzw. der Zeitverhältnisse innerhalb von Sachverhalten identisch. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen der Zeitbedeutung, die der Sprecher beabsichtigt, und der Zeitform, die er tatsächlich gebraucht. Um nun die Lernersprache verstehen und analysieren zu können, müssen sowohl semantische und pragmatische Komponenten als auch andere relevante Einflussfaktoren definiert und angewandt werden.
Ausgehend von einer systematisch und möglichst umfassenden induktiven Analyse der Diskrepanz zwischen Zeitsemantik und Morphologie soll die vorliegende empirische Untersuchung Ansätze und Beiträge zu Fragen des gesteuerten Fremdspracherwerbs erarbeiten.
Aus dem Inhalt: Der Erwerb der deutschen Tempusflexion bei thailändischen Erwachsenen - Eine empirische Untersuchung zu Fragen des gesteuerten Fremdspracherwerbs.