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15. Juli 1927- Die verwundete Republik

Österreichs Weg ins Dollfuss-Schuschnigginterregnum

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Wilhelm Chraska

Der 15. Juli 1927 brachte einen spontanen Zusammenstoss zwischen den Wiener Arbeitern und der Staatsgewalt. Der damalige Bundeskanzler sprach in diesem Zusammenhang von der «Verwundeten Republik». Den faschistischen Heimwehren (Grüner Faschismus) gelang es dabei, sich an die Seite der staatlichen Exekutive zu stellen, und sie traten jenen Siegeszug an, der zum Putsch vom 12. Februar 1934 führte. Damit zerschlug Dollfuss die stärkste politische Partei, die überhaupt imstande war, dem Nationalsozialismus und den Ereignissen von 1938 zu begegnen. Das damalige Deutsche Reich trat daher nicht gegen ein Österreich an, das durch den Nationalrat (Parlament) repräsentiert war, sondern gegen eine Minderheit unter dem Dollfuss-Nachfolger Kurt Schuschnigg, die vergeblich versuchte, die dritte Erscheinungsform zwischen Braun und Schwarz (Berlin und Rom) zu sein.
Aus dem Inhalt: Voraussetzungen in der Betrachtung der Verhältnisse seit dem Zusammenbruch der Monarchie, Seipel, Bauer, Linzer Programm, Schattendorf und Unruhen vom 15./16. Juli 1927, Politik der Heimwehren, letzte Wahlen, Dollfuss gegen den Nationalrat, Putsch.