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Schwindsucht - Zur Darstellung einer tödlichen Krankheit in der deutschen Literatur vom poetischen Realismus bis zur Moderne

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Brigitta Schader

Der Wandel, den der literarische Vorwurf der «Schwindsucht» vom späteren 19. bis zum früheren 20. Jahrhundert erfahren hat, wird anhand von P. Heyses Novelle «Unheilbar» (1864), A. Schnitzlers Novelle «Sterben» (1894) und Th. Manns Roman «Der Zauberberg» (1924) untersucht. Das autobiographische Moment der Texte wird berücksichtigt, ihre Stellung innerhalb des Gesamtwerkes beleuchtet und vor allem die literarische Funktion der Krankheit geklärt. Die Texte sind auch als Spiegelbilder dreier Epochen innerhalb der Geschichte der Tuberkulose zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Arztgestalten. Mit dieser Arbeit wird eine Verbindung von literatur- und medizingeschichtlicher Perspektive angestrebt, ein Weg, den die Forschung bei der Interpretation der ausgewählten Texte bislang nicht beschritten hat.
Aus dem Inhalt: Der medizingeschichtliche, literaturgeschichtliche und autobiographische Hintergrund - Eindruck und Wirkung der Todesbotschaft - Zum Bild der Krankheit, der Kranken, der Ärzte und der medizinischen Wissenschaft.