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Prophetie und Gesetz bei Jehudah Hallevi, Maimonides und Spinoza

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Sabine S. Gehlhaar

Durch Aufweis der gedanklichen Neufassung von «Prophetie» und «Gesetz» (Torah) bei Hallevi, Maimonides und Spinoza wird eine exemplarische Studie zum Bedeutungswandel tradierter Glaubensvorstellungen durch Einbeziehung in philosophische Kontexte vorgenommen. Es wird analysiert, wie Vernunft und Offenbarung (Prophetie) gegeneinander abgegrenzt werden, wie sich Philosophie und tradierte Religion den Bestimmungen der Denker zufolge zueinander verhalten. Der Begründungszusammenhang von Prophetologie und Gesetzeslehre wird auf dem Hintergrund des jeweiligen religiösen und metaphysischen Denkzusammenhanges herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Tradition, Begründungsbedürfnis und Begründbarkeit von autoritativer Geltung - Hallevi's Lösung des Transzendenzproblems: Ontologische Fundierung der Prophetie durch Ansetzen einer spezifischen Seinsstufe - «Wahre» Prophetie qua intellektuelle Anschauung; intellektualistische Gesetzesdeutung bei Maimonides - Kritik der traditionellen Torah-Auffassung im Ausgang von der Konzeption des «natürlichen göttlichen Gesetzes» (Spinoza).