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Bettina von Arnim und Goethe

Topographie einer Beziehung als Beispiel weiblicher Emanzipation zu Beginn des 19. Jahrhunderts

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Birgit Weissenborn

Bettinas literarische Emanzipation, die nach dem Tode Goethes und Achim von Arnims einsetzt, wird - im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung - als eine wesentlich eigenständige Lebensphase betrachtet. Ihre schriftstellerische Tätigkeit wird nicht mehr im Rahmen der Romantik und schon gar nicht im Schatten Goethes begriffen. Sie wird vielmehr charakterisiert als ein bewusstes Abstossen goethisch-klassischer und idealistischer Positionen. Die grundlegende literarische Transformation des Originalbriefwechsels zum Entwurf eines Gegenbildes von Goethe und auch die weitere Verarbeitung ihrer Beziehung zu Goethe führt zu einem den Jungdeutschen nahestehenden Apell einer neuen, von Menschlichkeit getragenen Gesellschaftsordnung, in der auch die Rolle des Künstlers und der Frau in einem neuen Licht erscheinen.
Aus dem Inhalt: Biographisches zu Bettina - Die Treffen mit Goethe - Der Originalbriefwechsel - Der Goethe-Roman: Neukomposition und Gegenentwurf - Die Sonette: Neue Wege der Ästhetik - Die Politisierung der Goethe-Romane - Entsagung versus Engagement - Zeitgenössische Urteile - Reaktionen der Jungdeutschen.