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«Der römische Cäsar mit Christi Seele»

Max Webers Charisma-Konzept. Eine systematisch kritische Analyse unter Einbeziehung biographischer Fakten

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Kurt E. Becker

«Charisma» verdeutlicht wie kein anderer Begriff die Affinität zwischen Werk und Persönlichkeit Max Webers. Weit darüber hinaus ist dieser Begriff jedoch bedeutsam: im «Charisma» protestiert Weber wider die - nicht zuletzt von ihm selbst vollzogene - Verabsolutierung der Vernunft und schafft über die «Ästhetisierung der Politik» ein Symptom des Faschismus. Die Paradoxie des ganzen Konzepts wird provokativ bereits im Titel durch Nietzsches Forderung nach einem römischen Cäsar mit Christi Seele herausgestrichen.
Die Untersuchung rekonstruiert zunächst Webers rationale Bewältigung des Problems, verdeutlicht u.a., dass das Charisma-Konzept vollständig in der Struktur des faschistischen Totalitarismus aufgeht und belegt anhand biographischer Daten und Fakten das für den abendländischen Menschen Exemplarische dieses am «Charisma» festgemachten Denkens und Wirkens.
Aus dem Inhalt: U.a. Aspekte einer Soziologie des Charismatismus - Fragmente einer Psychologie des Charismas - «Charisma» in Max Webers Religionssoziologie - Die Entzauberung der Welt und das Charisma - Aspekte der totalitären Verwandlung charismatischer Herrschaft.