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Die Kunst zu lehren

Studien zu den Dialoggedichten ('Kleiner Lucidarius') der 'Seifried Helbling'-Sammlung

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Das Interesse an den sprachlich und semantisch schwer zugänglichen Lehrtexten richtete sich bislang vor allem auf deren historischen Aussagewert, während Form und Komposition nur wenig Beachtung fanden. In der vorliegenden Arbeit wird aufgezeigt, dass situations- gerechte Auswahl und Kombination verschiedener Lehrformen konstitutiv für diese Gedichte sind und in ihnen immer auch Art und Wirksamkeit richtiger Lehre diskutiert werden. Zugleich wird die herkömmliche sozialhistorische Deutung der Gedichte revidiert: Die politische Intention des Autors besteht nicht darin, Propaganda im Interesse einer sozialen Gruppe zu betreiben, sondern dem Publikum das Modell einer ständeübergreifenden Ordnung vor Augen zu führen.
Aus dem Inhalt: Textüberlieferung - Der Zustand des «lantsit» - Ein Ordo-Modell und das Problem seiner angemessenen Vermittlung - Geistliche Rede als Gegenstand der modus dicendi-Diskussion - Die Verfassungskämpfe des ausgehenden 13. Jahrhunderts in Österreich.