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Säkularisierung und Bildung

Eine Studie zu Goethes Roman «Wilhelm Meisters Lehrjahre»

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Karlheinz Gradl

Der Roman «Wilhelm Meisters Lehrjahre» thematisiert jenen neuzeitlichen Säkularisierungsprozess, der als theoretischer Vorgang der Suche nach neuen Formen «ganzheitlichen» Menschseins im 18. Jahrhundert in dezidiert gesellschaftsorientierter Perspektive fortgeführt wird. Ein im Rückgriff auf den zeitgenössischen Wissenskontext (Herder, Kant, Schiller) entwickelter Bildungsbegriff ermöglicht Goethe dabei den Nachweis, dass es dem Bürger Wilhelm Meister letztlich nicht gelingen kann, ein den Vertretern des aufgeklärten Reform-Adels adäquates, politisch-gesellschaftliches Bewusstsein zu erlangen.
Aus dem Inhalt: «Säkularisierung» als Interpretationskategorie im Wissenskontext des späten 18. Jahrhunderts - Die bildungstheoretischen Reflexionen innerhalb der «Lehrjahre» - Zum Verhältnis von Anthropologie und Gesellschaftsbild in den «Lehrjahren».