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Das Erbe der «Grossen Form»

Untersuchungen zur Zyklus-Bildung in der expressionistischen Lyrik

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Cordula Gerhard

Die Vehemenz, mit der expressionistische Lyriker ihr literarisches Erbe aufkündigen, stellt inhaltliche und strukturelle Verbindungslinien in Frage. Übergreifende Motivverknüpfungsanalysen ausgewählter expressionistischer Gedichtbände jedoch zeigen diese als deutlich nach dem zyklischen Vorbild der «Väter» komponiert. Zugrunde liegt die gemeinsame Intention, in der zyklischen Form Aussagen über ein als verbindlich erkanntes Sein umfassend darstellen zu wollen. Die expressionistische Realisierung führt zu einer inhaltlichen Umformung und Radikalisierung des Vorgefundenen, wobei expressionistische Lyriker, die bisher gegensätzlichen Richtungen des Expressionismus zugerechnet werden, in unvermutete Nähe geraten.
Aus dem Inhalt: Der Ausgangspunkt: Zyklus-Bildung im Werk Ernst Stadlers - Das Vorbild: Zyklus-Bildung in der vorexpressionistischen Lyrik (Conradi, George, Rilke) - Die Erben: Zyklus-Bildung in der Lyrik Werfels, Heyms und Stramms.