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Der romantische Kindheitsmythos

Kindheitsdarstellungen der französischen Literatur von Rousseau bis zum Ende der Romantik

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Tatjana Michaelis

Das bürgerliche Zeitalter hat die Kindheit als besonderen Lebensabschnitt nicht nur entdeckt, sondern auch - analog den Anfängen der Menschheitsgeschichte - zum verlorenen Paradies erklärt. Die Opposition von Natur und Kultur und ihre mögliche Versöhnung wurde am Thema Kindheit auf philosophischer, politischer und poetologischer Ebene diskutiert. Dabei bildeten sich bestimmte literarische Muster aus, die als ein Stück Rezeptionsgeschichte zu Rousseau gelesen werden können. Wie das Rousseausche Vorbild in der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts verändert und schliesslich auf den Kopf gestellt wurde, zeigt die Interpretation von zehn repräsentativen Texten.
Aus dem Inhalt: Der Ursprung des romantischen Kindheitsmythos (Rousseau) - Kindheit und politische Revolte (Stendhal) - Das Kind als Erlöserfigur (Hugo) - Das Ende des romantischen Kindheitsmythos (Flaubert).