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Der moderne Verfassungsbegriff und die «Römische Verfassung» in der deutschen Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts

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Herbert Grziwotz

Staatsordnung und Staatspraxis der römischen Republik sind ein zentraler Forschungsgegenstand der deutschen Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert. Das monumentale Werk Theodor Mommsens, das Bemühen um die Revision des von Mommsen geschaffenen Systems des römischen Verfassungsrechts und das Ringen um ein eigenes Bild von der Eigenart des römischen Verfassungslebens bilden die Abschnitte dieser rechtsgeschichtlichen Methodenproblematik. Dabei wird Forschungsgeschichte nicht als Ort abstrakter Betrachtung, sondern als Gegenstand begriffen, an dem man einiges über Geschichte, Staat, Politik, Verfassung, Gesellschaft, über Veränderungs-, Vorgehens- und Verrinnensweisen menschlicher Kultur lernen kann.
Aus dem Inhalt: Der Triumph der juristischen Methode bei Theodor Mommsen - Im Schatten Mommsen (u.a. Ludwig Lange, Ernst Herzog, Otto Karlowa, Matthias Gelzer, Friedrich Münzer) - Versuche eines Neubeginns (Heinrich Siber, Ulrich v. Lübtow, Franz Wieacker, Alfred Heuss, Ernst Meyer, Jochen Bleicken) - Die «profane Geschichte» in der marxistischen Verfassungsgeschichte - Die «gewachsene» römische Verfassung (Wolfgang Kunkel und Christian Meier).