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Der «Miles Christianus» im 16. und 17. Jahrhundert und seine mittelalterliche Tradition

Ein Beitrag zum Verhältnis von sprachlicher und graphischer Bildlichkeit

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Andreas Wang

Die Auffassung vom Leben des Christen als einer Bewährung gegen Laster und Glaubensfeinde nach soldatisch-ritterlichem Vorbild wird im 16./17. Jahrhundert zu einer vorbildlichen Form laienchristlicher Frömmigkeitsdarstellung (z. B. Erasmus von Rotterdam) wie auch zum Ausdruck höchsten Heldentums (z. B. Gustav II. Adolf von Schweden). Erstmals werden in der vorliegenden Arbeit Tradition und Funktion dieser Bildlichkeit in ihrem Zusammenwirken von sinnbildlicher Darstellung und der Beweiskraft des Dargestellten durch Bild und Text in einem breiten Spektrum (Emblematik, Einblattdruck bzw. Flugblatt, Traktat, Drama, Lied etc.) verfolgt.
Aus dem Inhalt: Geschichte und Wirkung der «militia christiana» - Waffen als «res significantes» - «mundus», «caro» und «diabolus» als Feinde des Christen - Der christliche Ritter als Sinnbild des christlichen Lebens - Der christliche Ritter in der politisch-theologischen Propaganda - «miles christianus» als Muster der Tugend.