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Richard Wagner und die französischen Frühsozialisten

Die Bedeutung der Kunst und des Künstlers für eine neue Gesellschaft

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Manfred Kreckel Erben Nachlass

Die französischen Frühsozialisten, von Saint-Simon bis Proudhon, erwarteten vom Künstler «sozialen Unterricht». Kunst und Künstler sollten in mythischen Bildern einer krisenhaft-gestörten Gesellschaft den Weg in eine «regenerierte» Zukunft weisen, in der ein «neuer» Mensch in einer «neuen» Gesellschaft zur Überwindung der Gegensätze von Individuum, Gesellschaft und Staat, von Fleisch und Geist, Wissenschaft und Religion gelangt. Unter dem Einfluss dieser Ideen entwickelte Richard Wagner seine Vorstellungen, mit Hilfe der Kunst die Gesellschaft zu verändern. Er floh nicht in den Mythos, sondern benutzte den Mythos - in Übereinstimmung mit frühsozialistischen Ideen - als Mittel, um seine humanistisch-sozialen Erwartungen auszudrücken.
Aus dem Inhalt: U.a. Dekadenz und Regeneration im französischen 19. Jahrhundert - Saint-Simon, Proudhon, Wagner: Die Umschau nach einem besseren Land - Saint-Simonismus, Junges Deutschland und: das Weib der Zukunft - Die Funktion der Kunst im sozialen Denken Wagners.