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Der Literat als Vermittler ökonomischer Theorie: T.S. Eliot im «Criterion», l922-l939

(Literary Man on Economics: T.S. Eliot in the «Criterion», l922-l939)

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Wilfried Böhler

Ausgehend von der Prämisse einer Diskursgemeinschaft zwischen Literaten und Ökonomen stellt sich die Frage nach dem Wirkungszusammenhang zwischen der literarischen Moderne und dem Keynes'schen Paradigmawechsel in der Nationalökonomie. Ein Textvergleich zwischen Eliot und Keynes offenbart rhetorische Parallelen bei der Simulierung wirtschaftlicher Kausalbeziehungen durch syntaktische Kontiguitätsrelationen. In pragmatischer Hinsicht kommensuriert die symbolisch indexierte Schreibweise beider Autoren mit den heterodoxen Theorien der Merkantilisten. Entgegen den Prämissen des Utilitarismus vertreten sie das wirtschaftspolitische Primat der Wirtschaftsethik.
Aus dem Inhalt: Metonyme Rhetorik bei Eliot und Keynes - Semantisch-syntaktische Loslösung beider Autoren vom Gleichgewichtsparadigma der ökonomischen Klassik mittels der symbolischen Indexierung von Arbitrarität - Wirtschaftsethische Positionsbestimmung Eliots nach dem Grundschema des Guten Lebens.