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Die Suche des bürgerlichen Individuums nach seiner Bestimmung

Analyse und Begriff des Bildungsromans, erarbeitet am Beispiel von Wilhelm Raabes «Hungerpastor» und Gustav Freytags «Soll und Haben»

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Auf der Grundlage detaillierter Textstudien werden in der vorliegenden Untersuchung Einwände formuliert gegen die in der literaturwissenschaftlichen Forschung verbreitete Auffassung, ein Roman sei dann als Bildungsroman einzustufen, wenn der Romanheld zum einen einen bestimmten Grad der Vervollkommnung seiner Fähigkeiten erreicht und zum anderen eine angestrebte Harmonisierung von Innen- und Aussenwelt bewerkstelligt habe. Demgegenüber bemüht sich der Autor um den Nachweis, dass der Bildungsroman im wesentlichen durch die Darstellung der Suche des Individuums nach seinem sozialen und geistigen Ort gekennzeichnet ist.
Aus dem Inhalt: U.a. Goethes «Wilhelm Meisters Lehrjahre» verglichen mit dem «Hungerpastor» und «Soll und Haben» - Rückzug der Poesie aus der Prosa der Verhältnisse (Goethe) - Poesie als aktualisierte Sicht der Welt trotz deren Verfasstheit (Raabe) - Poesie als Begeisterung für eine willkommene Prosa (Freytag).