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Sprachtheorie und Sprachpolitik im Neokonservatismus

Kulturrevolutionäre Tendenzen der politischen Rechten in der BRD

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Christian Merten

Ausgehend von der bisher wenig beachteten Sprachtheorie Arnold Gehlens, der - lange vor Foucault - in der Übermacht der «Ordnung des Diskurses» über das Subjekt eine Möglichkeit zur Herrschaftsgewinnung entdeckt, beschreibt die Arbeit den Einfluss dieser Theorie auf die konservative Politik der Gegenwart: Sprachpolitik wird heute für konservative Vordenker wie Kaltenbrunner, Lübbe oder Rohrmoser zu einem der wichtigsten Bereiche politischen Handelns. Mit der Kontrolle der Diskurse, mit der Herstellung eines «Sinn- oder Orientierungswissen» (Schelsky), mit Ideologieplanung, Sprachlenkung und Sprachkritik zielt der Neokonservatismus auf eine kulturrevolutionäre Wende nach rechts.
Aus dem Inhalt: Anthropologische Grundlegung der konservativen Sprachauffassung durch Arnold Gehlen - Das Ich als Produkt der sozialen Sprache - Die Strategie der Ideologieplanung - Sprachkritik als Mittel gesellschaftlicher Kontrolle - Kulturrevolution von rechts.