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Konjunktur und Kaufentscheidungen

Eine verhaltensökonomische Analyse konjunkturell beeinflusster Kaufentscheidungsprozesse

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Hans Peter Haarland

Die Bedeutsamkeit von Konjunkturschwankungen für private Kaufentscheidungsprozesse wurde bislang vorwiegend aus modelltheoretischer Perspektive zu erklären versucht, deren Erklärungsgehalt gerade unter den Bedingungen gesellschaftlicher Differenzierung tendenziell abnimmt. Demgegenüber setzt die vorliegende Arbeit am individuellen Kaufentscheidungsprozess an und setzt damit die von G. Katona und G. Schmölders begründete verhaltens- ökonomische Theorietradition fort. Ausgehend von der These, dass sich in der konjunkturellen Konsumnachfrage eine ausgeprägte «Individualisierungstendenz» durchgesetzt hat, wird ein handlungstheoretisches Modell zur Erklärung von Kontext- und Konjunktureinflüssen auf die private Konsumnachfrage (Kaufentscheidung) entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei das «subjektive Kausalmodell» des Nachfragers sowie seine, aus spezifischen Kontextbedingungen abgeleitete Erwartungshaltung und Entscheidungssicherheit.
Aus dem Inhalt: Reichweite traditioneller ökonomischer Ansätze zur Erklärung konjunkturellen Verbraucherverhaltens - Die kognitive Verhaltenstheorie als Weiterentwicklung einer ökonomischen Verhaltenstheorie - Kritik des Katona-Ansatzes - Ein handlungstheoretisches Modell für konjunkturell beeinflusste Kaufentscheidungen.