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Die verlorene Allmacht der Feen

Untersuchungen zum französischen Kunstmärchen des 19. Jahrhunderts

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Susanne Schauf

Das französische Kunstmärchen des 19. Jahrhunderts wurde bisher von der Forschung ignoriert und in die Jugendliteratur abgedrängt. Vor dem Hintergrund eines Vergleichs mit dem Volksmärchen geht die vorliegende Untersuchung von ca. 60 teils heute erst wiederentdeckten Kunstmärchen der Frage nach, mit welcher Intention sich Autoren des 19. Jahrhunderts durch das Volksmärchen vorgegebene Formen und Inhalte zunutzemachen und welche Konstanten sich dabei ergeben. Vier Tendenzen lassen sich feststellen: die Herstellung von Realitätsbezügen, Rationalisierung des Wunderbaren, Psychologisierung der Helden und moralisch-didaktische Durchdringung der Handlung. Sie alle zielen darauf ab, den symbolischen Gehalt des Volksmärchens mit konkreten Inhalten zu füllen und lassen sich ansatzweise schon in den Märchen von Charles Perrault, dem Begründer des französischen Kunstmärchens, beobachten.
Aus dem Inhalt: Realismus und Gesellschaftskritik - Rationalisierung des Wunderbaren - Die Thematik der Identitätsfindung - Das Märchen als Erziehungsmittel.