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Kognitive Entwicklung in Zeitgestalten

Eine transzendental-philosophische Untersuchung zur Genesis des Zeitbewußtseins

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Norbert Meder

Zeitgestalten sind Formen, in denen sich der Mensch mit der naturhaften und sozialen Umwelt auseinandersetzt. Insofern können sie als die Schematismen ökologischer Interaktionen bezeichnet werden. Der Autor zeigt auf der Grundlage von Piaget, wie sich die Zeitgestalten in der Kindheit entwickeln. Er legt dabei in Auseinandersetzung mit dem Neukantianismus eine systematische Theorie der konkreten Subjektivität vor. In Auseinandersetzung mit der Theorie sozialer Systeme (insbesondere Luhmann) definiert er die Begriffe System, Handlung, Moral und ihre funktionalen Äquivalente Anschlußrationalität, Recht und Liebe neu als Zeitstrukturen des Erlebens und der Interaktion. Die entwickelten Begriffe von fünf Zeitgestalten erweisen sich darin als fruchtbar, daß sie gewisse Schwierigkeiten in der Entwicklungstheorie Piagets lösen, den Begriff der Operationen auf den Stand moderner Kognitionstheorie bringen und Grundzüge einer Sprachtheorie im Anschluß an Wittgenstein herauskristallisieren.
Aus dem Inhalt: Piagets Entwicklungsstufen und sein Begriff der Operation werden neu als Zeitgestalten gefaßt - Theorie konkreter Subjektivität in Auseinandersetzung mit dem Neukantianer Hönigwald - Die Eigenarten des Erziehungshandelns in der Zeitdimension (Luhmann).