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Seinsdemut

Erziehungsphilosophische Aspekte zu einer erzieherischen Grundhaltung

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Die ungeheure Verfügungsgewalt von Menschen über die Natur und ihre Mitmenschen ist auch eine Folge bisheriger normativer Grundeinstellung zur Welt im Ganzen. Das nach dem zweiten Weltkrieg bekanntgewordenen Grundaxiom «Ehrfurcht vor dem Leben» (A.Schweitzer) hatte nicht die erhoffte Wirkung. Damit eine Versöhnung von Mensch und Welt (Natur, Umwelt, Transzendenz u.a.) zustandekommt, ist eine umfassende Begründung für eine heute erforderliche Basistugend geboten, die strebenden Menschen eine seinsgerechte Beziehung über sich hinaus ermöglicht. Gegenüber der totalen Anspruchshaltung erlangt die in der europäischen Geschichte hervorgetretene Grundhaltung der Demut eine hier erziehungsphilosophisch reflektierte neue Bedeutung.
Aus dem Inhalt: Die Untersuchung erörtert als Voraussetzungen und Bedingungen menschlischen Erkennens und Handelns das Staunen, die Ehrfurcht und die Demut vor der Wirklichkeit. Sie expliziert den gesamtmenschlich aufgefassten Begriff des Verstehens und befasst sich mit dessen irrationalen Behinderungen (z.B. Ressentiment) und Ermöglichungen (z.B. Wille zur Wahrheit).