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Die Sprache des Aphorismus

Formen impliziter Argumentation von Lichtenberg bis zur Gegenwart

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Die Gattungsbestimmung des Aphorismus im Grenzbereich zwischen literarischer und ausserliterarischer Sprache erfordert über literarhistorische Methoden hinaus induktives Vorgehen anhand sprachlogischer Einzelanalysen. Kriterien sowohl für die Abgrenzung als auch die innere Ordnung werden in den Strukturen der dem Aphorismus impliziten sprachlichen Argumentationen, bildlichen und antithetischen, gefunden. Durch die Untersuchung ihrer Grade und Kombinationen untereinander wird einerseits das antwortende Verhältnis des Aphorismus zum alltäglichen, gedankenlosen Sprachgebrauch verdeutlicht, andererseits die Geschichte der Gattung in Beziehung gesetzt zur Entwicklung des Literaturbetrie- bes, besonders zur Rückwirkung der stetig von Lichtenberg bis heute zunehmenden Masse des Veröffentlichten.
Aus dem Inhalt: Forschungslage - Formen der Argumentation - Das aphoristische «Er» - Das aphoristische Bild - Antithetische Argumentation - Bildlogik - Gegenformel - Immanente Geschichtlichkeit.