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Hans Henny Jahnn und die mann-männliche Liebe

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Friedhelm Krey

Als Beitrag zu einem verdrängten Kapitel der Literaturgeschichte ist eine detaillierte literarische Phänomenologie der homosexuellen Männerliebe entwickelt, die - offengelegt wie verschlüsselt - Hans Henny Jahnns Dichtung bestimmt. Ausgehend von Jahnns letztem Romanfragment wird versucht, die individuellen, zeittypischen Muster gleichgeschlechtlichen Erlebens und ihre Umformung ins Kunstwerk aufzuzeigen, die Chiffrierungen der Homosexualität in Jahnns Werk zu entziffern. Jahnns «Lernen der schweren Liebe» ist zu beschreiben, sein immer neu geführter Kampf gegen Vorurteile von aussen, Restriktionen im eignen Innern, für eine dennoch wahrhaftige Gestaltung der ihm gemässen Leidenschaft. Zu würdigen ist seine in der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts nicht übertroffene Darstellung der Konflikte und Erfüllungen mann-männlicher Liebe, der Faszination und Gefährdung von Männlichkeit überhaupt; zu charakterisieren ist die Wunde der Stigmatisierung erfassende, sie blosslegende oder verklärende erotische Utopie.
Aus dem Inhalt: Reaktionen von Literaturwissenschaftlern, Kritikern und Literaten auf die homosexuelle Thematik bei Hans Henny Jahnn - Jeden ereilt es: Wirklichkeit und Utopie der Männerliebe - Die Nacht aus Blei: Alptraum Homosexualität - Die Entwicklung der homosexuellen Persönlichkeit Jahnns im Spiegel seiner Tagebücher.