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Ersatz der vertanen Urlaubszeit im deutschen und österreichischen Recht

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Bernd Bendref

In der deutschen Rechtsprechung hat sich in den beiden letzten Jahrzehnten die Tendenz gezeigt, den Verlust von Urlaub als Vermögensschaden anzusehen, obwohl in der Literatur hinreichend gewarnt worden ist, das Schadensersatzrecht nicht in eine unbeschränkte Kommerzialisierung aller Güter ausufern zu lassen. Das neue deutsche Reisevertragsgesetz hat die Flut von Klagen enttäuschter Reisender nicht stoppen können. In Österreich hat es erstaunlicherweise keine entsprechende Entwicklung gegeben, obwohl auch dort der organisierte Tourismus eine bedeutende Rolle spielt. Auf der Basis der vergleichenden Gegenüberstellung soll untersucht werden, ob der Verzicht auf eine sonderrechtliche Regelung sich nicht als vorteilhafter erweist.
Aus dem Inhalt: U.a. Ersatz für den Verlust von Urlaub nach 651 f Abs. 2 BGB - Dogmatische Einordnung - Voraussetzungen des Anspruchs - Berechnung der Entschädigung - Klageantrag - Haftungsbeschränkung - Analoge Anwendungen - Vererblichkeit - Pfändbarkeit - Möglichkeiten im österreichischen Recht: Naturalherstellung und Ersatzlage.