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Jenseits des Rätsels

Versuch einer Spurensicherung im dramatischen Werk von Botho Strauss

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Monika Sandhack

Eingeschrieben in den Prozess der «Dialektik der Aufklärung» (Horkheimer/Adorno), stellt sich das dramatische Werk von Botho Strauss als Reflexion der Sinnkrise der Moderne dar. Unter Aufnahme Foucaultscher Theoreme zeichnet die vorliegende Arbeit die Idee eines mentalen Theaters nach, in dem Wirklichkeit auf der Bühne als ihre eigene Wirklichkeit erscheint, ohne das Abbild fremden Materials zu sein. Mentale Abläufe sollen durch die Benutzung der Metapher Theater sinnlich manifest werden. Der Strausschen Dramaturgie und ihrer theatralen Inszenierung folgend, bewegt sich die Analyse hin zum Raum der Schrift, zur letzten Spur, in der das schreibende Subjekt seinen Selbstverlust einhalten kann. Erst am Ende zeigen sich Linien des Kommenden: das endlose Opfer, der verlorene Sinn, das Labyrinth ohne Minotaurus.
Aus dem Inhalt: Das Narrenschiff - Letzte Ortschaften des Gefühls - In dieser Gesellschaft ist kein Sprechen mehr - Das gebrochene Auge - Das grausame Wissen.