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Arbeitnehmerfonds in Schweden - der dritte Weg?

Entwicklung und Kritik eines aktuellen Modells zur Demokratisierung der Wirtschaft

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Hans-Michael Hans-Michael Trautwein

Der Versuch des schwedischen Gewerkschaftsbundes, den Arbeitnehmern durch kollektive Gewinnbeteiligung und Kapitalbildung zu wirtschaftlicher Macht in den privaten Grossunternehmen zu verhelfen, ist das Thema dieser Arbeit. Im Unterschied zu den heftigen Auseinandersetzungen in der schwedischen Öffentlichkeit, in denen diese «Machtfrage» vornehmlich symbolischen Charakter besass, liegt das Augenmerk auf dem stabilitätspolitischen Ausgangspunkt und Ziel von Arbeitnehmerfonds - nämlich: sowohl «Übergewinne» aus lohnpolitischer «Solidarität» als auch «unsolidarische» Lohndrift zu verhindern. Demgemäss zeigt sich an den inkonsistenten und lückenhaften Bestimmungen von «rationaler Lohnstruktur», «Übergewinn», «ökonomischer Macht» und «ökonomischer Demokratie», dass Arbeitnehmerfonds weder in der ursprünglichen Konzeption noch in der gegewärtigen Praxis geeignet sind, eine Änderung der wirtschaftlichen (Macht-)Verhältnisse in Schweden herbeizuführen.
Aus dem Inhalt: U.a. Funktionssozialismus - Solidarische Lohn-Stabilitäts- und Strukturpolitik - «Übergewinne » - Arbeitsrechtliche Mitbestimmung - Strategisches Kapital - in Arbeitnehmerhand? - Gewinn als Schranke ökonomischer Demokratie.