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Literatur - Sozialcharakter - Gesellschaft

Untersuchungen von präfaschistischen Erzählwelten zu Beginn des 20. Jahrhunderts

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Klaus Eberhardt

Die Arbeit liegt nach Inhalt und Methoden im Schnittbereich der Politik-, Literaturwissenschaft und der Psychologie: Zentraler Untersuchungsgegenstand sind ausgewählte bürgerliche Bestseller-Romane aus der wilhelminischen Ära, vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des 1. Weltkrieges, die mit Hilfe des Konstrukts des Sozialcharakters von W. Reich und E. Fromm mit dem Ziel interpretiert werden, in ihnen alle wesentlichen Merkmale der nationalsozialistischen Ideologie nachzuweisen. Dieser der Psychoanalyse S. Freuds verpflichtete Konstrukt dient mithin als tertium comparationis für den Nachweis der Identität von jenen Charakterstrukturen, die in der bürgerlichen Literatur ihren Ausdruck und bei den Lesern ihre Entsprechungen gefunden haben, und dem, was die Nationalsozialisten als ihre originäre «Weltanschauung» nicht nur verkündeten, sondern auch durch die Tat realisierten.
Aus dem Inhalt: U.a. Analyse der Romanwelten in ausgewählten Werken von R.G. Binding, H. Burte, A. Dinter, P. Ernst, W. Flex, G. Frenssen, H. Löns und H. Stehr unter den Aspekten der dargestellten Lebensbedingungen, Familienverhältnisse, Einstellungs- und Verhaltensstrukturen.