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Gewissen und Identität

Versuch eines theologisch-psychoanalytischen Dialogs über Relationen und Strukturen individueller Gewissenstätigkeit

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Wolfgang Schillak

Aufgabe vorliegender Untersuchung ist die Konzeptionalisierung von «Gewissen» im Dialog zwischen Rechtfertigungsglauben (LUTHER) und Identitätsgefühl (ERIKSON) sowie metakritische Reflexion dieses Dialogs selbst. Erkenntnisse amerikanisch-theologischer Erikson-Rezeption akzentuierend (HOMANS, ELHARD u.a.) korreliert der Autor die Phasen individueller Identitätsentwicklung mit der Entfaltung persönlicher Glaubenstätigkeit (FOWLER) und weist speziell eine Reziprozität nach zwischen der Relation Identität-Ideologie einerseits und fides qua-fides quae creditur andererseits. Im Kontext dieser psychosozialen Hermeneutik subjektiver Glaubenstätigkeit bedeutet Gewissen: Steuerungskapazität des Ich zur epigenetischen Integration von Individuum und Sozietät in steter Balance zwischen Konsolidierung und Konfusion; Movens der Kohärenz von glaubendem Selbstverständnis und verantworteter Handlungsorientierung in steter Balance zwischen Vergewisserung und Anfechtung.
Aus dem Inhalt: U.a. Problematisierung und Grundlegung einer Rede vom Gewissen (LUTHER, FREUD, ERIKSON) - Rechtfertigung und Epigenese (Meta-Dialog) - Dialogischer Zugang zum Gewissen - Gewissen und Lebenszyklus - Epigenese identitäts-theologischen Gewissens - ordo salutis gegen relatio euangelii.