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Möglichkeiten und Grenzen der Simultandramatik

Untersucht mit besonderer Berücksichtigung der Simultandramen Ferdinand Bruckners

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Karin Hörner

Simultaneität gilt als ein Kennzeichen des modernen Bewusstseins. Für Simultaneität im Drama gab es bisher keine überzeugende Bestimmung, die sowohl das spezifisch Moderne des Phänomens als auch den Unterschied zwischen simultanen und nichtsimultanen Dramen der Moderne bezeichnet. Die Reflexion des Begriffs «Simultandramatik» steht deshalb im Zentrum des ersten, theoretischen Teils der Untersuchung. Der folgende historische Teil behandelt die Entwicklung der Simultandramatik zur Zeit der Weimarer Republik. Die Schwerpunkte liegen auf dem Werk Ferdinand Bruckners, das bislang von der Forschung vernachlässigt worden ist, und auf der Frage nach dem genetischen Verhältnis von filmischer und dramatischer Simultaneität. Im letzten Teil wird die weit verbreitete Ansicht widerlegt, das Simultandrama lasse sich auf rasch veraltende technische Effekte reduzieren. Vielmehr lässt sich an Stücken von Arthur Miller, Harold Pinter, Günter Grass u.a. nachweisen, dass die Aktualität von Simultandramatik nach 1945 und bis in die Gegenwart hinein ungebrochen ist.
Aus dem Inhalt: Simultanbühne - Simultandramatik, Simultaneffekte in Film und Theater, Elisabeth von England - Ein Stoff in drei Medien, Piscator, Das Zeittheater, Die Verbrecher, Stücke nach 1945