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Das Rechtssystem der Republik Singapur

Eine Studie zur Rezeption des englischen Rechts im Commonwealth

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Hans-Wilhelm Jenckel

Die vorliegende Untersuchung folgt einem doppelten Interesse - einem praktischen und einem theoretischen. Der praktische Aspekt liegt darin, dass die Länder des pazifischen Beckens für die deutsche Wirtschaft nicht nur wichtige Abnehmerländer, sondern auch bedeutsame Standorte für Produktionsstätten sind und deshalb ein Bedürfnis daran besteht, dem Juristen, der auf dem Gebiete des internationalen Handelsverkehrs planend und beratend tätig wird, eine zuverlässige Einführung in das Recht von Singapur zur Verfügung zu stellen. Der theoretische Reiz der Arbeit liegt darin, dass die Republik Singapur einen instruktiven Anwendungsfall des allgemeinen Problems der Rezeption englischen Rechts in den früheren Kolonialgebieten bildet und es daher interessant ist zu erfahren, wie sich die Rezeption des Common Law in diesen Ländern vollzogen hat und welche Bedeutung es dort heute (noch) hat.
Die Arbeit ist in zwei wesentliche Abschnitte gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit der Entwicklung des Rechtssystems, insbesondere mit den Einflüssen, die vom Common Law und von asiatischen Rechtsordnungen ausgegangen sind. Der zweite Teil führt in das heute bestehende Rechtssystem ein, indem die Gerichtsverfassung und die Quellen des materiellen Rechts behandelt werden.