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Vergleichende Rezeptionsgeschichte

Das literarische Frühwerk Ernst Jüngers in Deutschland, England und Frankreich

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Seit den siebziger Jahren entstand eine Vielzahl rezeptionstheoretischer Programme, deren werkanalytische Orientierung zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung in die Praxis führt. Die Diskussion dieser theoretischen Problematik zeigt die Vorteile eines sozialgeschichtlichen Forschungsansatzes. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich - am Beispiel des Frühwerks Ernst Jüngers - auf die Nachzeichnung jener Rezeptionsstrategien, die Leser gegenüber literarischen Texten ausbilden. Aus dem interkulturellen Vergleich wird deutlich, dass das Interesse an den Kriegsbüchern Jüngers weniger literarisch motiviert war, sondern von vielen kontingenten Problemsituationen abhing, die kaum mehr mit dem Werk selbst in Zusammenhang gebracht werden können.
Aus dem Inhalt: Stellung der Rezeptionsforschung in der Literaturwissenschaft - Systematische Darstellung rezeptionstheoretischer Modelle - Operationalisierung des sozialgeschichtlichen Ansatzes von Grimm - Quantitative und Qualitative Analyse der Rezeptionszeugnisse.