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Literatur der DDR in neuer Sicht

Studien und Interpretationen

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Bernhard Greiner

Wird Literatur der DDR vornehmlich im Horizont des DDR-Gesellschaftssystems betrachtet, so plädiert der Verfasser mit seinen hier versammelten Aufsätzen für Vielfalt der Methoden und Offenheit für unkonventionelle Fragen. Auf der Basis psychoanalytischer und diskursanalytischer Literaturinterpretation gibt er Gesamtdeutungen des Schaffens von Ch. Wolf, A. Seghers, G. Kunert und eine Werkinterpretation von St. Hermlins «Abendlicht». Weiter legt er nicht-kanonische Traditionen frei: frühromantische in F.R. Fries' «Der Weg nach Oobliadooh» und J. Bobrowskis «Litauische Claviere», Heraustreten aus der Struktur der Dialektik in H. Müllers «Lachtheater». Zuletzt werden Grenzüberschreitungen zwischen Literatur und Bildender Kunst bestimmt.
Aus dem Inhalt: Autobiographie im Horizont der Psychoanalyse: Stephan Hermlins «Abendlicht» - «Sujet Barré» und Sprache des Begehrens: Die Autorschaft «Anna Seghers» - Die Schwierigkeit, «ich» zu sagen: Christa Wolfs psychologische Orientierung des Erzählens - Wer spricht? Kontinuität und Wandel des Erzählens im Schaffen von Christa Wolf - Mythischer Raum und mythologischer Roman: Johannes Bobrowskis «Litauische Claviere» - Von Jean Paul zu Benn: Fritz Rudolf Fries' Roman «Der Weg nach Oobliadooh» und seine Nach-Geschichten - Über das Lachen und die Komödie, mit ständiger Rücksicht auf die Dramatik Heiner Müllers - Texte des Erstarrens, Bilder des Buchstabierens: Grenzüberschreitung in Poesie und Malerei der DDR am Beispiel von Günter Kunert und Berhanrd Heisig.