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Ständefreiheit und Gotteswort

Studien zum Anteil der Landstände an Glaubensspaltung und Konfessionsbildung in Innerösterreich (1517-1564)

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Günter Scholz

Die Reformation fand seit 1521 in den innerösterreichischen Ländern Steiermark, Kärnten und Krain vor allem beim landständischen Adel Anhänger. Ihm fiel für die Konfessionsverhältnisse im Land eine Schlüsselrolle zu. Mit dem lutherischen Evangelium verbanden die Landstände Disziplinierungsabsichten gegenüber dem «gemeinen Mann» zur Aufrechterhaltung des labilen, von Sozialrevolten bedrohten Herrschaftsgefüges. Zugleich suchte der protestantische Adel mit reformatorischen Ideen die Ständeautonomie gegenüber dem Frühabsolutismus der katholischen Habsburger und den Widerstandswillen gegen die Osmanen zu stärken. Außerdem skizziert die Untersuchung Verlauf, Charakter und Ergebnisse der Konfessionsbildung in Innerösterreich unter dem Einfluß der Landstände.
Aus dem Inhalt: Entwicklung, Zusammensetzung und Organisation der Landstände - Die Ausbreitung der Reformation in Innerösterreich - Sozialrevolten und Glaubensspaltung - Die Reformation im Dienst der Osmanenabwehr - Reformatorische Ideen und politische Autonomie der Landstände - Die Religionsfrage im Spannungsfeld zwischen Landesfürst und Ständen - Glaubensspaltung und Funktion der landständischen Verfassung - Das Steuerverhalten der Stände - Landstände und Konfessionsbildung.