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Die Rachgierige Fleurie

Nachdruck der Ausgabe Frankfurt und Leipzig 1716.

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Die «Fleurie» galt bis jetzt als verschollen. Sie ist nur in einer einzigen öffentlichen Bibliothek nachweisbar. Der Nachdruck ist also eine Wiederentdeckung. Über den Autor, der sich hinter dem Pseudonym Melisso versteckt, ist nur wenig bekannt. Das Vorwort führt in Leben und Werk dieses eigenwilligen jungen Schriftstellers ein, der in der «Fleurie» ein Dutzend Liebesgeschichten von der französichen «chronique scandaleuse» bis zum deutschen Studentenroman kunstvoll verflochten hat. Sie sind Fiktion, Zeitgemälde und Autobiographie und werden im heiter galanten, oft frivolen Plauderton mit überraschender Detailtreue, Realistik und Selbstironie erzählt. Die «Fleurie» ist kulturgeschichtlich und soziologisch bedeutsam und vor allem für die Entwicklung der deutschen Romankunst vom Barock zur Aufklärung aufschlussreich.