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Der freie Spielraum im Nichts

Eine kritische Betrachtung der «Nachtwachen» von Bonaventura

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Peter Kohl

Die «Nachtwachen», 1804 von einem unbekannten Autor unter dem Pseudonym Bonaventura geschrieben, zählen zu den meistgedeuteten Werken der deutschen Literaturgeschichte. Dabei hat nicht nur die Verfasserfrage, sondern auch der nihilistische Grundton des Romans das Interesse der Interpreten wachgehalten. Diese Arbeit ist ein Beitrag zur Versachlichung der «Nachtwachen»-Diskussion und zur Entmystifizierung eines Autors und seines Helden, dessen verbaler Radikalismus die mit Ironie getarnte Ratlosigkeit eines Enfant terrible ist. Die «Nachtwachen» sind ein Dokument einer misslungenen Realitätsbewältigung.
Aus dem Inhalt: U.a. Verfasserfrage - Ein romantisches Buch? - Die Nacht als Lebensraum - Einflüsse und Vorbilder - Menschendarstellung - Das assoziative Chaos - Die Figur ohne Eigenschaften - Enfant terrible.